Die Jakobsmuschel: Heilige Delikatesse für hohe Ansprüche

Die Jakobsmuschel oder auch Pilgermuschel ist für Muschelliebhaber ein Fest: Mit ihrem nussig-süsslichen Geschmack gilt sie als Delikatesse für hohe Ansprüche. Sanft gebraten, gegrillt oder sogar roh: Jakobsmuscheln finden insbesondere in Frankreich, England und den USA in facettenreicher Form auf den Teller und begeistern so jeden Gourmet, vom Hobby- bis zum Sterne-Koch.

Heilig gesprochen

Der Name der Jakobsmuschel geht auf den heiligen Jakobus, einen der zwölf Apostel zurück. Einer Legende nach soll dieser durch die Muscheln vor dem Ertrinken gerettet worden sein. Die Muschel wurde ihm daher postum als Erkennungszeichen zugedacht. Heute gilt sie Pilgern als Schutzsymbol, Wegweiser und Erkennungszeichen der Pilgerschaft auf dem Jakobsweg in Nordspanien. Vor dieser Heiligsprechung hatte die Jakobsmuschel einen eher praktischen Nutzen: So nutzte man sie im Mittelalter als Werkzeug und zum Wasserschöpfen.

Multitalent für jeden Geschmack

Das feste weisse Fleisch und ihr angenehm süsslicher Geschmack machen die Jakobsmuschel zu einem gern gesehenen Gast auf jedem Teller. Dabei findet jedoch nicht nur eine Variante unter den Gaumen. Jakobsmuscheln können angebraten, pochiert, in der dekorativen Schale gegrillt oder mit Sauce gratiniert werden. Gourmets geniessen die Muschel gern als Carpaccio oder Tatar.

Um Jakobsmuscheln zu öffnen, legt man die flache Schale nach oben und schneidet mit einem Messer innen an der Schale entlang. Alle schwarzen Innereien und der «Bart» müssen entfernt werden, da lediglich der weisse Muskelstrang zwischen den Klappen («Nuss») sowie der orangerote Rogensack («Corail») essbar sind. Beim Garen sollte man darauf achten, dass der Kern leicht glasig bleibt. Nur dann kommt das zarte Aroma richtig zu Geltung.

 

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